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DER PALIO VON ASTI
Nach Aufzeichnungen des Chronisten
Ogerio Alfieri, eines Vorfahren des bekannteren Grafen
Vittorio Alfieri, war die Stadt Asti im Jahr 1280 „… voller
Reichtümer, von soliden, kürzlich gezogenen Mauern
umschlossen und fast
Das Rennen ist erstmals im Jahr
1275 belegt, in dem nach Aufzeichnungen von Guglielmo
Ventura, einem anderen Ortschronisten, die Einwohner Astis
den Palio zum Hohn vor den Mauern der feindlichen Stadt Alba
austrugen und hierbei die Weinpflanzungen
Zum Rennen, dem ein prächtiger
Umzug mit über eintausendzweihundert Teilnehmern in
mittelalterlicher Tracht vorangeht, treten insgesamt
einundzwanzig Konkurrenten an, die in den vorausgehenden
Wochen mit üppigen Abendessen, Beschwörungsriten und
deftigen Scherzen gegenüber den gegnerischen Vierteln bis
zur letzten Entscheidung, die auf der
Schon in den vorausgehenden Tagen wird dem Gast mit zahlreichen Begleit- und Vorbereitungsinitiativen viel Kurzweil geboten. Hierzu zählen der Palio der Fahnenträger, der Jahrmarkt, sowie die Probeläufe der offiziellen Reiter vor Ort. Wer die besondere Faszination der Stadt kennenlernen möchte, darf sich diese Gelegenheiten einfach nicht entgehen lassen. Asti ist jedoch nicht nur Palio. Der aufmerksame Besucher wird Museen und Sehenswürdigkeiten, Antiquitätenhandlungen und kleine Märkte, Türme mit Zinnen und schattige Höfe entdecken können. Bei einem Spaziergang auf dem Corso Alfieri, der ehemaligen, von Ost nach West verlaufenden Hauptstraße, wird er einen imposanten, eleganten Barockbau erblicken. Es handelt sich um die Residenz der Grafen Alfieri, aus deren Geschlecht Vittorio Alfieri (Asti 1749 – Florenz 1803), der herausragende Tragödienschreiber und Freigeist, hervorging, der nicht nur für seine Werke, sondern als echter Abkömmling von Asti auch für seine große Liebe zu Pferden berühmt ist. Asti, die Hauptstadt des Weines, genießt auch wegen seiner erlesenen Küche große Berühmtheit. Angefangen von weißem Trüffel bis hin zu Agnolotti, zu denen Barbera getrunken wird, über Gesottenes, die vielgerühmte „bagna caôda“, eine wunderbare Sauce aus Sardellen, Knoblauch und Öl, in die das Gemüse des Tanaro getunkt wird, den „bönet“, eine Art Schokoladenpudding, bis hin zu den zarten Mandelmakronen in einem Kelch Asti Spumante und allen weiteren kulinarischen Spezialitäten einer Stadt, in der gutes Essen und gute Getränke mit ihrer reichen jahrhundertealten Geschichte zu einem einheitlichen Ganzen verschmolzen sind. |
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